12.03.2010 Dessau: Nazis stoppen!
Anlässlich der Bombardierung der Stadt Dessau am 07. März 1945 planen „Freie Nationalisten“ aus Dessau und Anhalt-Bitterfeld am 12. März 2010 einen Aufmarsch. Nach Magdeburg und Dresden soll Dessau-Roßlau als fester Termin im Kalender der Neonaziszene etabliert werden. Der Aufmarsch reiht sich in eine geschichtsrevisionistische und neonazistische Kampagne ein, in der die deutschen Verbrechen relativiert und deutsche Täter zu Opfer gemacht werden.
weiter Infos: NoNazis Dessau
20.03.2010 Essen: Krisen-Demo
Krise, Kapitalismus und Faschismus.
Im Januar des Jahres 1932 sprach Adolf Hitler in Düsseldorf zu den führenden Vertretern der deutschen Großkonzerne. Das Programm der Nazis hatte schon seit den 20er Jahren die Kassen der Konzerne für die NSDAP geöffnet: Hitler versprach ein Deutschland ohne Demokratie, Gewerkschaften und Linke.
Im Laufe dieses Jahres wird uns die Krise mit voller Wucht treffen. Mittels Leiharbeit, Hartz IV und Studiengebühren sollen wir für diese Krise zahlen. Viele andere Maßnahmen kommen hinzu, andere sind geplant. So gibt es Überlegungen die Lebensmittel demnächst voll zu besteuern. Den Kommunen werden die Gelder gestrichen, Massenentlassungen, auch von Stammbelegschaften, beginnen. Hunderttausende LeiharbeiterInnen sind bereits entlassen. Zudem treibt die Regierung den Sozialabbau immer weiter voran. Nach der „Rente mit 67“ ist die geplante Einführung der Kopfpauschale in der Krankenversicherung die Fortsetzung der Angriffe der letzten Jahre.
weitere Infos: Krisendemo NRW und Antifa KOK
Am 14. März 2009 demonstrierte die fundamentalisch-christliche Organisation „EuroProLife“ mit ihren frauenverachtenden, homophoben und rassistischen Einstellungen gegen das Recht der Frauen auf Abbruch der Schwangerschaft. Viele Personen protestierten gegen diesen reaktionären Marsch in Münster und wurden prompt „personell erfasst“. Über hundert „KritikerInnen“ bekamen einige Monate später einen Strafbefehl vorgesetzt, in dem der Vorwurf der Versammlungssprengung als Tatbestand angegeben wurde. In den letzten Wochen wurden die ersten Hauptverhandlungen gegen Jungendliche „ProtestteilnehmerInnen“ geführt, die mit der Einstellung der Verfahren endeten. In der nächsten Zeit folgen nun die Verhandlungen nach dem Erwachsenenstrafrecht.
Ob nun die „Begleitung“ einzelner Busse oder Gruppen, oder die Massenblockaden der Zuwegstraßen – Es war ein riesen Reinfall für die Nazis und ebenso ein großer Erfolg für alle, die sich diesem Aufmarsch entgegengestellt haben. Wir haben gezeigt, dass wir genug Kraft und Entschlossenheit besitzen, uns gegen die verachtenden und revisionistischen Ideologien auch in diesen Größenordnungen zu wehren. Natürlich freuen wir uns über den Erfolg, doch wissen wir auch, dass es nicht das letzte Mal war. Wir müssen uns im Klaren darüber sein, dass nur Aktionen die gut geplant und von breiter Masse getragen werden zu solchen Erfolgen wie in Dresden führen können. 